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Geschäftsstelle
Felix-Nussbaum-Gesellschaft e.V.
Heiko Schlatermund
August-Bebel-Platz 1, 49074 Osnabrück
Telefon 0541/33807-1811

Telefax 0541/33807-1877

eMail fng@aul-nds.info

Der Internetauftritt der Gesellschaft befindet sich im Aufbau.
Demnächst finden Sie hier weitere Informationen.

Bürgerliches Engagement

Die erste große Ausstellung von Werken Felix Nussbaums fand 1971 in Osnabrück statt. Danach setzte eine intensive Erforschung von Nussbaums Oeuvre ein und schnell folgten die ersten Osnabrücker Bemühungen, mit Spenden von Bürgern und städtischen Mitteln eine umfassende Nussbaum-Sammlung aufzubauen. In den 1980er Jahren rückte die bürgerliche Villa der Familie Nussbaum in der Osnabrücker Schlossstraße ins Blickfeld des öffentlichen Interesses. Die Bürgerschaft hatte den Wunsch, die Stadt möge das Gebäude erwerben. Um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, gründete eine Interessentengruppe 1987 die Felix-Nussbaum-Gesellschaft mit dem Ziel, das Haus als Ausstellungsort für Nussbaums Werke und als internationale Begegnungsstätte zu nutzen. Im Rat der Stadt fand sich jedoch keine Mehrheit für den Ankauf der Villa, obwohl sie zum damaligen Zeitpunkt bezahlbar gewesen wäre. Schließlich stieg der Preis für das Objekt so unangemessen, dass die Gesellschaft auf die Villa verzichten musste. Zwischenzeitlich war die Sammlung mit Werken Nussbaums stark gewachsen, und der Künstler wurde von Jahr zu Jahr auch international bekannter und anerkannter. Die Pläne der Stadt, für die Bildersammlung einen Museumsanbau zu errichten, unterstützte die Gesellschaft daher nachdrücklich. Vehement setzte sie sich für den Bau des Felix-Nussbaum-Hauses ein, das insbesondere wegen seiner ungewöhnlichen Architektur in Osnabrück lange heftig umstritten war. Heute zählt das vom amerikanischen Architekten Daniel Libeskind entworfene Gebäude zu den wichtigsten Anziehungspunkten der Stadt.

Partner des Nussbaum-Hauses

1998 wurde das Felix-Nussbaum-Haus eröffnet und präsentiert seitdem das malerische und grafische Werk des Künstlers. Nussbaums Bilder werden als Dauerausstellung, aber auch ausgewählt nach thematischen Schwerpunkten gezeigt. Wechselnde Ausstellungen konfrontieren die Werke Nussbaums in spannungsvoller Weise mit Bildern seiner Zeitgenossen. Mit der Etablierung Nussbaums haben sich auch die Aufgaben der Nussbaum-Gesellschaft verändert: Im Mittelpunkt steht heute zum einen die enge Zusammenarbeit mit dem Felix-Nussbaum-Haus und das öffentliche, auch finanzielle Engagement für dessen Vorhaben. Zum anderen ist es ein Anliegen der Gesellschaft, der Öffentlichkeit bisher wenig oder nicht beachtete Aspekte von Werk und Leben des Malers zugänglich zu machen. Dazu gibt die Gesellschaft gemeinsam mit dem Museum seit 2000 die Zeitschrift »FN Nachrichten der Felix-Nussbaum-Gesellschaft« heraus. Die FN-Nachrichten stellen neu entdeckte Bilder des Künstlers vor, tragen Stimmen zu seinem Werk zusammen und erweitern oder korrigieren die Analyse der Bilderwelt mit detaillierten Informationen aus erster Hand. Die Zeitschrift wird regelmäßig an alle Mitglieder der Felix-Nussbaum-Gesellschaft verschickt und ist im Felix-Nussbaum-Haus für Besucher kostenlos erhältlich. Zusätzlich unterstützt die Gesellschaft die wissenschaftliche Erschließung von Nussbaums Oeuvre, wie sie z.B. die große Ausstellung »Zeit im Blick Felix Nussbaum und die Moderne« 2004/2005 geleistet hat.

Für Frieden und Toleranz

Der 1904 in Osnabrück geborene und 1944 in Auschwitz ermordete Felix Nussbaum war nicht allein Opfer des vom Staat organisierten Völkermordes an Juden und anderen Gruppen, sondern er war ebenso Opfer einer Gesellschaft, die bereit war, an den Verbrechen aktiv mitzuwirken oder sie zu tolerieren. Deswegen fordert die Nussbaum-Gesellschaft, dass für Humanität und Frieden nicht nur der Staat mit seinen Organen verantwortlich gemacht werden darf. Vielmehr ist es Pflicht jeder Vereinigung in der Bürgergesellschaft, sich auch auf der Alltagsebene um Frieden im eigenen Land und jenseits der Grenzen zu bemühen. Daher verpflichtet sich die Felix-Nussbaum-Gesellschaft in ihrer 2006 angenommenen Satzung, »grundsätzlich Stellung zu beziehen, wenn Toleranz gefährdet und Menschenrecht und Menschenwürde verletzt werden«. Die Gesellschaft, die ihren Sitz in der Friedensstadt Osnabrück hat, wird ihre bisherigen Ziele weiter verfolgen, künftig aber zusätzlich ihren Auftrag in der mit Toleranz und in Frieden weiter zu entwickelnden Zivilgesellschaft öffentlich deutlich artikulieren und intensivieren. Die Gesellschaft wird sich auch unter diesem Aspekt an der weiteren Erforschung von Leben und Werk Nussbaums beteiligen. Damit setzt sie eine Arbeit fort, die sie schon seit 1987 nicht allein aus kunsthistorischem Interesse betrieben hat: Felix Nussbaums Wunsch, »Wenn ich untergehe, lasst meine Bilder nicht sterben«, versteht die Gesellschaft in verstärktem Maße auch als Aufforderung zu kritischem gesellschaftspolitischem Engagement.

Werden Sie Mitglied!

Als Mitglied der Felix-Nussbaum-Gesellschaft sind Sie über die Ereignisse rund um Maler und Museum immer aus erster Hand informiert: Die Gesellschaft veranstaltet für ihre Mitglieder Sonderführungen durch die Ausstellungen und lädt zu Lesungen und -Diskussionen ein, die sich im Sinne der Gesellschaft mit aktuellen kunsthistorischen und gesellschaftskritischen Themen befassen. Alle Mitglieder erhalten darüber hinaus kostenlos die »FN  Nachrichten der Felix-Nussbaum-Gesellschaft«. Die Zeitschrift erscheint mehrmals jährlich und berichtet über aktuelle Entwicklungen, Ereignisse und Forschungen im Zusammenhang mit Nussbaums Leben und Werk.

Mitglied in der Felix-Nussbaum-Gesellschaft können wie es in der Satzung heißt  »alle natürlichen und juristischen Personen werden, die gewillt sind, die Ziele des Vereins zu fördern«. Die Mitgliedschaft können Sie einfach schriftlich beim Vorstand beantragen. Die Satzung der Gesellschaft ist in der Geschäftsstelle erhältlich.

Wir würden uns freuen, Sie als neues Mitglied in der Felix-Nussbaum-Gesellschaft zu begrüßen!